Dresdner Stollenhupf {Hefe / Rosinen / Zimt / Mandeln / Rum}

DA3C1F5D-E221-4AD0-B7B2-66D3A5A31EC6.jpg

In diesem Jahr gibt es eine Stollen-Trilogie! Los geht es mit diesem wunderbaren Stollenhupf. Einen klassischen Hefestollen nach Dresdner Art habe ich ausnahmsweise in meiner liebsten Gugelhupfform gebacken. Dank saftigen Rosinen, Zitronat und Orangeat sowie etwas Rum ist der Stollen sehr gehaltvoll, aromatisch und richtig schön schwer. Er sollte mindestens eine Woche ruhen um etwas zu reifen. Für die letzte Adventswoche ist er also der ideale Begleiter! 

9BBF0612-8C3F-4F42-85B5-E1E034261B2F.jpg

Seid ihr bereit, dann rein in die Schürze und ran an den Ofen ;-) 

Vorbereitung

  • 200g Rosinen
  • 200ml Rum oder Apfelsaft

Zutaten für den Hefeteig  

  • 1 Würfel Hefe
  • 180ml Milch
  • 125g Zucker
  • 500g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 200g Butter
  • 2 El Rum
  • 3-4 Tl Stollengewürz
  • je 1 Päckchen Zitronat und Orangeat  
  • 200g gehackte geschälte Mandeln

Zutaten für das Finish

  • 80-100g Butter (geschmolzen)
  • 125g Puderzucker 

Zubereitung

Zwei Tage vorher die Rosinen in einem luftdicht verschließbaren Gefäß mit dem Rum oder Apfelsaft mischen und im Kühlschrank ziehen lassen. Hefe mit der lauwarmen Milch und 1 EL Zucker mischen und einen Moment stehen lassen. In der Zwischenzeit das Mehl mit den übrigen Zutaten für den Hefeteig in eine Schüssel geben und die Hefemilch darüber schütten. Mit dem Knetharken eines Handrührers oder einer Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verarbeiten. Den Hefeteig zugedeckt an einem warmen Ort für mind. 1 Stunde gehen lassen. Da der Teig durch die vielen Zutaten wie Rosinen und Mandeln sehr schwer ist, muss er nicht besonders groß werden.

91CC0655-4F7D-4D6A-AA29-3BB4D8CA661E.jpg

Den Backofen auf 160° Umluft vorheizen. Eine Gugelhupf Form sogfältig fetten und mit Mehl bestäuben, damit der Stollen später nicht an der Form haftet. Den Teig einfüllen und die Oberfläche glattstreichen. Den Stollen nochmals für 20 Minuten in der Form gehen lassen und anschließend im vorgeheizten Ofen für 45 Minuten backen. Den Stollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stürzen und für weitere 10 Minuten backen. Den noch heißen Stollen aus der Form auf ein Kuchengitter stürzen und mit der Hälft der geschmolzenen Butter bestreichen. Einen Moment warten und den Stollen mit der verbleibenden, ebenfalls geschmolzenen Butter bestreichen. Großzügig mit Puderzucker bestäuben und vollständig auskühlen lassen.

77F0E6F1-2451-40EA-834C-FA688749BC28.jpg
3F965961-9EA8-4204-8049-1725E09E398D.jpg

Der Stollen sollte in zwei Lagen Alufolie gewickelt für mindestens eine Woche an einem kühlen Ort reifen. Wir machen es allerdings meist so, dass ein Teil des Stollens sofort verzehrt wird und wir nur eine Hälft für später aufbewahren.

Habt eine wunderbar weihnachtliche (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

Stutenkerle {Hefe / Orange / Schokolade}*


IMG_2835.JPG

Seit einigen Wochen schon baumelt die fertig gebastelte Laterne vom Kuchenkind an der Decke im Kindergarten. Das ist ein klares Zeichen, dass es nicht mehr lange dauert, bis der Martinsumzug samt Feuer anstehtk. Hier in Südhessen gibt es Martinsgänse zum Umzug, ein Hefegebäck in Form einer Gans. In meiner Heimat sind es die Weckmänner oder Stutenkerle, wie sie auch genannt werden. Die Anleitung der wunderbaren Daniela von Klitzeklein hat mich zu einem Backevent mit dem Kuchenkind inspiriert. Das Rezept ist leicht abgewandelt, aber die Anleitung haben ich befolgt. Also, ran an den Hefeteig und die süßen Kerle! 

IMG_2831.JPG

Zutaten für den Hefeteig

  • 500g Mehl
  • 3/4 Würfel frische Hefe
  • 250ml Milch
  • 50g Zucker
  • 2 El Rapsöl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • Abrieb von einer Bio-Orange

Zutaten für die Vollendung  

  • 1 Eigelb
  • 1 El Milch
  • Schokotropfen oder Schokokugeln

Zubereitung

Für den Hefeteig die Milch erwärmen und die Hälfte des Zuckers sowie die Hefe hinzufügen. Die Milch hat die optimale Temperatur, wenn sie mehr als Handwarm ist, aber noch nicht richtig heiß. Die Hefemischung vorsichtig umrühren bis sich die Hefe aufgelöst hat. Die Hefemilch einen Moment abgedeckt an einem warmen Ort stehen lassen, bis die Hefe Blasen wirft.

IMG_2836.JPG

Mehl, Salz und verbleibenden Zucker mischen und zusammen mit der Hefe-Milch mit Hilfe der Knetharken von Küchenmaschine oder Handmixer kurz vermischen. Ei und Rapsöl zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.

IMG_2832.JPG

Den Teig im leicht warmen Backofen (max. 50°C) ca. 45 Minuten gehen lassen. Wenn ihr den Teig weiter verarbeitet sollte er sein Volumen mindestens verdoppelt haben. Den Hefeteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und zu einer faustdicken Rolle formen. Diese in 10-12 gleiche Portionen teilen und aus jedem Teigstück eine Kugel formen. Die Kugeln auf einer bemehlten Unterlage oval ausrollen und nach der Anleitung von Daniela zu Stutenkerlen formen. 

IMG_2833.JPG

Die Stutenkerle auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und nochmals etwa 30 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 175°C Ober-Unter-Hitze vorheizen. Eigelb und Milch vermischen, die Kerle damit einstreichen und mit den Schokokugeln dekorieren, wobei die Schokolade einmal feste in den Teig gedrückt werden sollte. 

IMG_2834.JPG

Die Stutenkerle ca. 15 Minuten oder bis sie goldbraun sind backen. Aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen und lauwarm servieren. Was gibt es besseres für einen gelungenen Start in einen neuen Tag oder zur Stärkung für zwischendurch?! Mit einer Schleife verziert sind sie nicht nur ein hübsches Mitbringsel sondern zieren auch jeden Frühstückstisch.

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit!  

Eure Tine

* Werbung wegen Verlinkung

Herbstliche Zimtschnecken {Kürbis / Zimt / Hefe / Puderzucker}

 

IMG_2790.JPG

Solange der Herbst noch nicht begonnen hat und wenn der Winter schon wieder vorüber ist, weigere ich mich Kürbis zu kaufen. Das liegt nicht daran, dass ich ein gespaltenes Verhältnis zu diesem Gemüse hege, ganz und gar nicht! Im Gegenteil, ich liebe Kürbis und würde ihn das ganze Jahr über und in allen Varianten essen. Das wäre auf die Dauer nicht nur langweilig sondern auch ziemlich  einseitig. Außerdem denke ich, dass saisonales und idealerweise auch regionales Gemüse wesentlich aromatischer schmeckt und das trifft dann auch auf das Endergebnis zu. Für dieses Rezept habe ich meinen Basishefeteig ein wenig abgewandelt, aber seht selbst: 

IMG_2795.JPG

Zutaten für den Hefeteig

  • Basishefeteig ohne Joghurt
  • die Hälfte der Milch durch Sahne ersetzen
  • 2 El Kürbispüree vom Hokkaido hinzufügen 
  • 1 El Mehl zusätzlich 

Zutaten für die Zimtfüllung und die Glasur

  • 50g Butter
  • 60g Zucker
  • 2 Tl Zimtpulver 
  • 1 Tl Pumpkin Spice
  • 1 Eigelb
  • 1 El Milch
  • 125g Puderzucker
  • 1-2 El Milch

Zubereitung

Den Hefeteig nach der Anleitung im Basisrezept zubereiten, dabei die Zutaten wie oben genannt austauschen und ergänzen. Nach einer Gehzeit von mindestens vierzig Minuten sollte der Teig sein Volumen verdoppelt haben und die Schnecken können vorbereitet werden. 

Eine große oder zwei kleine Auflaufformen mit Backpapier auslegen. Nun den Hefeteig auf einer leicht bemehlten Backmatte in der Größe eines Backbleches ausrollen. Die Butter schmelzen und großzügig auf dem Teig verstreichen, wobei ein ca. 2 cm breiter Streifen am Rand der Längsseite des Bodens frei bleiben sollte. Zimt, Zucker und das Kürbisgewürz mischen und gleichmäßig auf der Butter verteilen. Den Teig von der längeren Seite, die bis zum Rand mit Füllung bestrichen ist, aufrollen. Die Rolle in ca. 3-4 cm breite Stücke schneiden und diese mit der Schnittfäche nach oben in die Auflaufformen setzen.

IMG_2796.JPG

Die Schnecken nochmals für ca. 30 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 175°C Ober-Unterhitze vorheizen. Eigelb und Milch glattrühren und die Schnecken damit vor dem Backen bestreichen und für ca. 25-30 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Sie sollten goldbraun sein und hohl klingen, wenn man auf den Teig klopft. Die fertigen Schnecken einen Moment abkühlen lassen. Für den Guss alle übrigen Zutaten miteinander verrühren, wobei die Milch sparsam nach und nach hinzugefügt werden sollte. Wenn der Guss zähflüssig ist wird er mit einem Löffel oder einem Gefrierbeutel über die Schnecken gesprenkelt.

IMG_2793.JPG

Lauwarm kann bei uns keiner an den Schnecken vorbei, aber auch am zweiten Tag sind sie köstlich, wenn sie denn so lange überleben! Die Kürbis-Rezept-Wochen sind hiermit nun offiziell eröffnet - Tadatada!! Habt eine wunderbare herbstliche (Kuchen-)Zeit! 

Eure Tine

Pflaumen-Zopf {Pflaumenmus / Hefe / Zimt / Zucker}

 

IMG_2619.JPG

Gerade jetzt, zum Ende der Zwetschgenzeit sind die Früchte ideal um daraus Pflaumenmus herzustellen. Nur mit Zucker gemischt sollten die Früchte über Nacht Saft ziehen und kochen anschließend auf ganz kleiner Flamme sieben Stunden. Das ist ziemlich langwierig, lohnt sich aber auf jeden Fall! Ein kleines Glas davon habe ich für diesen großartigen Zopf verwendet. Natürlich lässt sich das Rezept auch ganz prima mit gekauftem Pflaumenmus herstellen. Der Zopf schmeckt großartig zum Frühstück, zum Kaffeestündchen oder mal zwischendurch! 

IMG_2618.JPG

Zutaten für den Hefeteig

Zutaten für den Belag

  • 200g Pflaumenmus
  • 1 Eigelb
  • 1 El Milch
  • 2 Tl Zimtzucker

Zubereitung

Den Hefeteig nach dem Basisrezept zubereiten und auf der bemehlten Arbeitsfläche oder einer Silikon-Backmatte in der Größe eines Backbleches ausrollen. Den Teig mit Pflaumenmus bestreichen, aber an einer schmalen Seite einen 3cm großen Rand frei lassen. Den Hefeteig von der schmalen Seite, die vollständig mit Pflaumenmus bestrichen ist, aufrollen. Die Rolle der Länge nach in zwei Stränge teilen, dabei einen Zentimeter vom Rand beginnen, damit sie an einem Ende verbunden bleiben. Die Stränge nun ineinander verschlingen und dabei jeden Strang in sich drehen (zwirbeln). Die Enden unterschlagen und in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform legen.

IMG_2625.JPG

Den Zopf mit einem sauberen Küchentuch abdecken und bei Zimmertemperatur nochmals ca. 30 - 40 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 175°C Ober-Unter-Hitze vorheizen.

IMG_2623.JPG

Das Eigelb mit der Milch verquirlen und den Zopf damit bestreichen. Mit Zimtzucker bestreuen und für ca. 25 Minuten backen. Den Zopf für einen Moment in der Form auskühlen lassen und anschließend aus der Form holen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

IMG_2621.JPG

Pur und noch leicht warm ist der Zopf großartig, aber auch kalt schmeckt er wunderbar! Habt viel Freude mit dem Rezept und eine gute (Kuchen-)Zeit!  

Eure Tine

Beeren-Schnecken {Hefe / Beeren / Marmelade / Puderzucker}

0F9E530F-E1BE-4BC1-88C7-6C58296535FA.JPG

Manchmal ist es nur der Blick in den Kühlschrank und sofort ist klar, was auf die nächste Kaffeetafel kommt. In diesem Fall waren es einige Beeren und ein kleines Päckchen frischer Hefe, die mir ins Auge gefallen sind. Also endlich Gelegenheit mal wieder Hefeschnecken zu backen, wunderbar und die Zitronen-Mohnschnecken auf meinem Blog bekommen Gesellschaft. Denn ich muss zugeben, die Liebe zu Hefeschnecken ist viel Größer als der Blog vermuten lässt.

8DEDC853-97D7-4780-AE60-739A32D841DE.JPG

Für das Rezept habe ich eine selbst gekochte Beerenmarmelade verwendet, da könnt ihr aber auch problemlos auf gekaufte zurückgreifen. Die frischen Früchte und die in der Marmelade sollten allerdings harmonieren, ich habe Blaubeeren und Johannisbeeren verwendet, aber auch jede andere Beerenkombi ist möglich.  

Zutaten für den Hefeteig

  • 145ml Milch
  • 2 Tl Honig
  • 25g Hefe
  • 430g Weizenmehl Typ 550
  • ½ Tl Salz
  • 1 Ei
  • 3 El Rohrohrzucker (brauner Zucker funktionier auch gut)
  • 100g Butter
  • 2 El Joghurt oder saure Sahne 

Zutaten für die Füllung

  • 1 kleines Glas Beerenmarmelade (150-200g)
  • 250g frische Beeren, verlesen und gewaschen (z.B.: Heidelbeeren und Johannisbeeren zu gleichen Teilen)

Zutaten für die Fertigstellung

  • 1 Eigelb
  • 2 El Milch oder Sahne
  • 2-3 El Puderzucker
  • 1 Tl Marmelade
  • etwas Wasser

Zubereitung

Die Milch für den Teig leicht erwärmen, Hefe und Honig darin auflösen und einen Moment ruhen lassen. Mehl und Salz mischen. Ei, Zucker, Butter, Joghurt oder saure Sahne zum Mehl geben. Die Hefe-Milch-Mischung ebenfalls hinzufügen. Alles mit den Knethaken der Küchenmaschine oder dem Handmixer zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort für ca. eine Stunde gehen lassen. Dazu stelle ich den abgedeckten Teig gerne in den nur ganz leicht erwärmten Backofen. Die Oberfläche sollte dann besonders gut vor dem Austrocknen geschützt sein.

FullSizeRender.jpg

Den Hefeteig auf einer bemehlten Backmatte in der Größe eines Backbleches ausrollen. Die Marmelade glatt rühren und großzügig auf dem Teig verstreichen. Die Beeren ebenfalls auf dem Boden verteilen. Dabei sollte ein ca. 2cm breiter Streifen am Rand der Längsseite des Bodens frei bleiben. Den Teig von der längeren Seite, die bis zum Rand mit Füllung bestrichen ist, aufrollen. Die Rolle in ca. 4 cm breite Stücke schneiden und diese mit der Schnittfäche nach oben in eine vorbereitete Kranzform setzen. Ich habe einen Silikonkranz verwendet, alternativ bietet sich der Kranzeinsatz einer handelsüblichen Springform an. 

IMG_2509.JPG

Den Backofen auf 175°C Ober-Unterhitze vorheizen. Die Schnecken nochmals für ca. 30 Minuten gehen lassen. Eigelb und Sahne glattrühren und die Schnecken damit vor dem Backen bestreichen. Die Schnecken für ca. 25-30 Minuten backen. Sie sollten goldbraun sein und hohl klingen, wenn man auf den Teig klopft. Die fertigen Schnecken einen Moment abkühlen lassen. Für den Guss alle übrigen Zutaten miteinander verrühren, wobei das Wasser sparsam nach und nach hinzugefügt werden sollte. Wenn der Guss zähflüssig ist wird er mit einem Löffel oder einem Gefrierbeutel über die Schnecken gesprenkelt. 

03C90359-81BF-45FD-A773-5FD833F40A79.JPG

Hefeteig ist lauwarm einfach unschlagbar, schmeckt aber auch am nächsten Tag noch wunderbar! Ich verspreche euch, ihr wollt gar nicht mehr aufhören zu essen. Guten Appetit und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

 

Hefekranz {Nugat / Kürbiskerne / Schokolade / Hefe}

ZfK_Nugatzopf_01

Hefegebäck ist immer sehr Willkommen bei uns zu Hause und gefüllt mag ich es besonders gerne. Egal ob süß oder herzhaft. Gerade jetzt in der kälteren Winterzeit ist ein Stück frisches Hefegebäck mit einer heißen Schokolade oder einem dampfenden Tee einfach perfekt um die Kälte und Dunkelheit vor der Tür zu vertreiben. 

Das Auge isst ja bekanntlich mit und darum gefallen mir Kränze mit einer dunklen Füllung, die sich mit dem hellen Teig abwechselt, besonders gut. Jetzt im Herbst darf die Füllung ruhig schwer, im Sinne von gehaltvoll und aromatisch sein. Nach einem Blick in meinen Vorratsschrank habe ich mich für eine aromatische Füllung aus gerösteten Kürbiskernen, Nugat und etwas gehackter Schokolade entschieden. Verfeinert habe ich die Füllung mit etwas Rum, den man alternativ durch etwas mehr Milch ersetzen kann. Bei der Verwendung von Kürbiskernen in diesem Rezept ist es wichtig, dass sie vor der weiteren Verarbeitung sehr sorgfältig geröstet wurden, denn erst dadurch entfalten sie ihr wunderbar nussiges Aroma. Die Kerne brennen aber rasch an, so dass man etwas Geduld aufwenden und die Herdplatte nicht voll aufdrehen sollte. Die gerösteten und leicht abgekühlten Kerne mahle ich anschließend in der Mulinette nicht ganz fein, so dass sie ein bisschen Struktur mitbringen.

ZfK_Nugatzopf_02

Zutaten für den Teig

  • 1x Grundrezept süßer Hefeteig

Zutaten für die Füllung

  • 200g geröstete & gehackt Kürbiskerne
  • 200g Nugat
  • 100g gehackte zartbittere Schokolade
  • 2 El Joghurt
  • 1 El Rohrohrzucker
  • 2 El Milch
  • 2 EL Rum
  • 1 Eigelb zum Bestreichen

Zubereitung

    Die Milch für die Füllung erwärmen und den Zucker sowie den Nugat darin auflösen. Joghurt und die übrigen Zutaten, mit Ausnahme des Eigelbs, unterheben. Den Zucker füge ich hinzu, weil die Kürbiskerne recht herb schmecken, so dass die Füllung so insgesamt schön ausgewogen ist. Wenn Kinder mitessen, den Rum einfach weglassen und durch etwas mehr Milch ersetzten.

    ZfK_Nugatzopf_03

    Den Hefeteig auf einer bemehlten Backmatte in der Größe eines Backbleches ausrollen und mit der Nugatcreme bestreichen. Die Backmatte empfiehlt sich, denn der geflochtene Kranz lässt sich später nur noch schwer von seiner Unterlage weg bewegen. Den Teig von der längeren Seite her aufrollen. Die Rolle einmal quer halbieren und dann jeweils der Länge nach, aber nicht vollständig durchschneiden. An einem Ende sollten ca. 3cm zusammen bleiben. Die beiden Stränge einer Hälfte in sich drehen und von der geschlossenen Seite aus miteinander verschlingen. Das geschlossene Ende nach unten einschlagen und den Zopf in einen Silikonring setzen. Mit der zweiten Hälfte ebenso verfahren. Statt eines Silikonrings eignet sich auch eine Springform.

    ZfK_Nugatzopf_04
    ZfK_Nugatzopf_05

    Den Backofen auf 175°C Ober-Unterhitze vorheizen. Den Zopf nochmals für ca. 20 Minuten gehen lassen und vor dem Backen mit einem Eigelb bestreichen. Den Kranz für ca. 25-30 Minuten backen. Er sollte goldbraun sein und hohl klingen, wenn man auf den Teig klopft.

    Am besten frisch und noch lauwarm genießen! Wer mag, kann auch etwas Vanilleeis oder -sauce dazu servieren. Guten Appetit und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!  

    Eure Tine